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HERZLICH WILLKOMMEN IN DER ART-GALERIE ALEXANDRE N. OSIPOV

Der 1957 im russischen Kusnezk geborene Alexandre N. Osipov, der seit 1993 in Deutschland lebt und schon

zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland hatte, ist unverkennbar ein Vertreter der russischen Schule.


Bestechende Klarheit und eine außergewöhnliche Präzision in der Darstellung kennzeichnen seinen Stil.

Dabei changiert Osipov auf beeindruckende Weise zwischen Realismus, Surrealismus und abstrakter Malerei.

Blickfang sind seine Frauengestalten, deren fast künstlich wirkende, teilweise an Comics von Enki Bilal

erinnernde pure Schönheit den Betrachter in ihren Bann zieht. Dabei wird die unwirkliche, fast klinische Darstellung

der Frauenakte immer wieder durch versteckte Symbolik gebrochen. Erfahrungen und der routinierte Umgang

mit einem eher plakativen Stil spiegeln sich in seinen Frauenbildern wider.


Ein weiterer Teil ist einer Reihe von phantastischen Allegorien gewidmet, in denen er verwirrende Geschichten

erzählt, die sich erst nach genauerer Betrachtung erschließen. Seine Bilder konfrontieren uns mit phantastischen

archietektonischen Elementen und kaleidoskopartigen Form- und Farbspielen. Es entstehen surreale Raumgebilde,

die beispielsweise einem eleganten weiblichen Rückenakt als Interieur dienen. Der Akt selbst wirkt vollkommen

unbewegt, bewegt zeigt sich nur ein Symbol, stellvertretend als erotische Anspielung.


Der Künstler sucht, über sein brillantes handwerkliches Können hinaus und vor dem Hintergrund seines immensen

kunsthistorischen Repertoires, allmählich einen wirklichen eigenen Stil zu entwickeln.


Solche Bilder lassen immer wieder die uralte Frage auftauchen: Was hat sich der Künstler dabei gedacht?

Vergebens so zu fragen! Des Künstlers Ausdrucksweise ist ja eben der Akt des Malens, seine sprachlichen Mittel

sind Farben, Formen, Licht und Schatten, Symbole und Metaphern. Oft mag der Titel ein Anhaltspunkt sein, aber

es liegt seit jeher an uns, am Betrachter, im Schauen das Werk aufs neue zum Leben zu erwecken!

 

Markus Wimmer

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